STGR-Das Herzstück unserer Häuser

Was allen unseren Häusern gemeinsam ist, ist das Fachwerk als selbsttragender Gitterrahmen, kurz STGR. Während es wie ein normales Fachwerk aussieht, umschließt es das Gebäude nicht nur an den Wänden, sondern auch an Boden, Decken und Dach. Versteifungen machen es verwindungsfest.

 

Während ein normales Haus ein Fundament braucht, trägt sich unser Haus allein, unabhängig vom Boden. Ein normales Haus ist unterkellert oder hat eine Fundamentplatte, ein Streifen- oder ein Punktfundament.

 

Kompakthäuser oder NaturRefugium-Häuser brauchen als Untergrund nur gewachsenen (oder bei einer Aufschüttung verdichteten) Boden. Zur Nivellierung kommt eine Sand- oder Schotterschüttung darauf. Auf diese werden die schlanken Fundamentplatten unterhalb der Lagerhölzer verlegt. Die Lagerhözer sind schon Teil des STGR.

 

Ein Fundament oder ein Keller kann natürlich auch unter unser Haus gebaut werden. Ein Muss ist es nur, wenn die volle Geschoßhöhe die Breite des Grundrisses übersteigt, also wenn es als Turm oder mehrstöckiger schlanker Bau errichtet wird.

 

Die Vorteile der Fachwerks als STGR sind:

  • kein Fundament nötig
  • erdbebensicher
  • das Haus kann angehoben werden und im Fall der Ausführung Mobile auch transportiert werden
  • wenig Eingriff in die Natur
  • leicht Rückzubauen und zu Recykeln
  • geringer Materialbedarf
  • geringer Maschineneinsatz
  • kostengünstig
  • kann von 2-3 Personen errichtet werden
  • kann von Selberbauern errichtet werden
  • langlebig (100 Jahre +)
  • leicht instandzuhalten und zu reparieren

 

Eine oft gestellte Frage: Wie wird der Gitterrahmen verbunden?

 

Erst seit kurzer Zeit gibt es eine neue Verbindungsmethode mit bauaufsichtlich zugelassen vergüteten Konstruktionsschrauben mit Vollgewinde und schlankem Zylinderkopf. Diese werden mit einem starken Schrauber in einem speziellen Winkel zur Holzfaser eingeschraubt und können in jeder Richtung hoch belastet werden. Das traditionelle Verzapfen erübrigt sich dadurch und spart Kosten und Arbeit.

 

Das Fachwerk kann mit allen erdenklichen Füllungen ausgefacht werden - von Perlit-Schüttungen über Stampflehm, In-Situ-Heraklith oder traditionellem (Sicht-)Mauerwerk.

 

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